RISIKO MANAGER 9/2008
Kreditrisiko
Stressszenarien im Bankenportfolio
Mehrjährige makroökonomische Stresstests: Ein ökonometrischer Ansatz
Nicht nur aktuelle Entwicklungen auf dem Kreditmarkt, beispielsweise die Subprime-Krise in den Vereinigten Staaten und deren Auswirkungen auf den deutschen Bankenmarkt, verdeutlichen die Relevanz der Einschätzung, wie das Portfolio einer Bank unter Stressszenarien reagiert. Auch in der Solvabilitätsverordnung (SolvV) und den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) wird eine Etablierung von soliden Prozessen für Stresstests gefordert [Vgl. Solvabilitätsverordnung 2006, § 123 SolvV und MaRisk 2007, AT 4.3.2 Absatz 3]. Die aufsichtsrechtlichen Vorgaben sind dabei jedoch als eher gering zu interpretieren. Grundsätzlich können die jeweiligen Kreditinstitute die Stresstests selbst auswählen, wobei sich die Aufsicht eine Überprüfung und Genehmigung der Tests vorbehält. In diesem Beitrag wird ein ökonometrisches Modell zur Durchführung von mehrjährigen makroökonomischen Stresstests vorgestellt.
Marktrisiko
Umsetzung regulatorischer Ansätze und Optionen zur Ausgestaltung
Stand des Liquiditätsrisikomanagements in Banken
Die jüngsten Entwicklungen an den Geld- und Kapitalmärkten sowie die Finanzinnovationen der letzten Jahre haben das Thema Liquiditätsrisiko und Liquiditätsrisikomanagement stärker in den Blickpunkt der Banken und der Aufsichtsbehörden rücken lassen. Der vorliegende Beitrag thematisiert zum einen die bestehenden nationalen Unterschiede in den rechtlichen Rahmenbedingungen zur Liquidität und zum Liquiditätsrisikomanagement. Zum anderen wird aufgezeigt, dass das Liquiditätsrisiko in den Kreditinstituten unterschiedlich definiert wird und das Liquiditätsrisikomanagement stark unterschiedlich ausgeprägt ist. Aus diesen Sachverhalten ergeben sich diverse Herausforderungen für die Banken und die Aufsichtsbehörden.
Meinung
Frühwarnsysteme sichern das wirtschaftliche Überleben
Säumige Zahler erhöhen den Finanzierungsbedarf bei deutschen Unternehmen dramatisch: Rund 1,5 Milliarden Rechnungen pro Jahr werden erst nach dem vereinbarten Zahlungstermin bezahlt. Dieser Betrag muss von den betroffenen Firmen vorfinanziert werden. Das belastet den Cashflow und bringt milliardenschwere Zinsbelastungen mit sich. Besonders brisant ist das, weil sich viele Firmen gegenwärtig verstärkt mit kurzfristigen Mitteln finanzieren. Vor diesem Hintergrund können größere Zahlungsverzögerungen schnell zu ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten führen (...)
Fotonachlese „Audit Challenge 2008“
Risikomanagement und Betrugsbekämpfung
Unter hoher Beteiligung der Revisionsbranche fand bereits zum dritten Mal die Fachkonferenz „Audit Challenge 2008“ in der Frankfurt School of Finance & Management statt. Die zweitägige Veranstaltung stand dieses Jahr unter dem Motto „Excellence in Internal Audit“. Dabei diskutierten über 40 ausgewählte Referenten und Podiumsgäste mit den Konferenzgästen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz über strategische und operative Exzellenzinitiativen für die Interne Revision. In mehreren Fachbeiträgen und Podiumsdiskussionen kristallisierte sich der Tenor heraus, dass ein noch intensiverer und engerer Austausch zwischen den risikoorientierten Stabsabteilungen sowie eine Angleichung der abteilungsunterschiedlichen Risikometriken und Risikokategorisierungen stattfinden sollte. Die 8. EU-Richtlinie mit dem Implementierungsstart Sommer 2008 warf eine interessante und kontroverse Diskussion auf über die Vor- und Nachteile einer zukünftigen Berichtslinie der Internen Revision an den Vorstand oder den Aufsichtsrat im Unternehmen.
Rubriken
Kurz & Bündig
+ Finanzminister wollen Finanzaufsicht verbessern
+ IFRS kann dem Mittelstand die Kreditaufnahme erleichtern
+ Finanzkrise erreicht den Mittelstand
+ Finanzkrise und neue Wettbewerber sorgen für Turbulenzen im Bankensektor
+ Sinkende Pensionsrisiken bei DAX-Unternehmen
+ Finanzkrise lähmt Emissionsgeschäft an Europas Aktienmärkten
+ Finanzbranche diskutiert IFRS-Anpassung
+ Bankenverband begrüßt Vorschläge des IIF und der G 7
Ticker
+ Zahlungskartenkriminalität steigt
+ Kunden sind trotz MiFID nur unzureichend über Bankgebühren informiert
+ Anteil Chinas am M&A-Geschäft steigt
+ Online-Betrug verursacht Millionenschäden
Buchbesprechung
Tristan Nguyen: Handbuch der wert- und risikoorientierten Steuerung von Versicherungsunternehmen, Karlsruhe 2008
Impressum
Personalien
+ Stühlerücken: Thomas Wilson neuer CRO der Dresdner Bank
+ Geldwäsche- und Korruptionsvorwürfe gegen irischen Regierungschef
+ Neuer Chefvolkswirt der OECD
+ Dunkle Geschäfte bei General Re und AIG
+ Risikoexperte wird neuer Steuermann bei Funk RMCE
Produkte & Unternehmen
+ Versicherungskunden legen Wert auf Garantien
+ Verbände lehnen europaweite Reglementierung ab
+ Emittenten diversifizieren ihre Kapitalbeschaffung
+ GDV und General Insurance Council of India kooperieren
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Das neue Heft RISIKO MANAGER 8/2008 lesen Sie ab 30.4.2008. |