Banken sind bei Zinsänderungsrisiken verwundbar

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19. April 2017
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Deutsche Bundesbank schlägt wegen der Folgen der Geldpolitik für die Stabilität der deutschen Kreditwirtschaft Alarm. Vorstandsmitglied Andreas Dombret erklärte im Interview mit der Börsen-Zeitung, dass die Bundesbank jedes zweite Institut, insgesamt rund 800, als Haus mit "einem erhöhten Risiko" einstuft. Die Ampel für diese Häuser stehe auf Gelb: "Wir schauen uns diese Häuser an, weil wir wissen, dass sie im Bereich der Zinsänderungsrisiken verwundbar sind." Da es sich vor allem um kleine und mittelgroße Institute handele, stellten diese Banken gleichwohl nicht die Mehrheit der aggregierten Bilanzsumme, stellte er klar. Überdies: Für die Institute sei es "noch kein Mangel an sich", über den Schwellenwert, der über die Zuordnung eines erhöhten Risikos entscheidet, hinauszugehen. Die Frage sei nur, wie eine Bank in ihrem Risikomanagement darauf reagiere. Felix Hufeld, Präsident der Finanzaufsicht BaFin, hat die Zahl der Institute, um welche sich die Bankenaufsicht im Lichte des Zinstiefs derzeit besonders intensiv kümmern muss, jüngst auf 150 bis 200 beziffert.

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