Commerzbank baut Schiffsrisiken ab

ERM
-
18. Juli 2015
-
Von Redaktion RISIKO MANAGER

Die Commerzbank verkauft ihre Schiffsrestrukturierungsplattform HSAM für 255 Mio. US-$ an ein Joint Venture der Investmentgesellschaften KKR und Borealis Maritime. Die Bank trennt sich von den Aktivitäten im Zuge ihrer Strategie, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Über die weiteren Einzelheiten des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Commerzbank verkauft ihre Schiffsrestrukturierungsplattform HSAM für 255 Mio. US-$ an ein Joint Venture der Investmentgesellschaften KKR und Borealis Maritime. Die Bank trennt sich von den Aktivitäten im Zuge ihrer Strategie, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Über die weiteren Einzelheiten des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion reduziert das Portfolio im Geschäftsfeld Deutsche Schiffsbank. Verkauft werden mit der HSAM GmbH 18 Schiffe, davon 13 Containerschiffe und fünf Bulkcarrier, die das Unternehmen von Kreditkunden mit Zahlungsschwierigkeiten übernommen und betrieben hatte. Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt einer aufsichtsbehördlichen Genehmigung. Die Bank hat die nicht-strategischen Kredite aus der Kernbank ausgelagert und versucht, diese "non-core assets" (NCA) nach und nach abzustoßen. Das Abbauportfolios wird durch die Veräußerung im zweiten Quartal mit rund 40 Millionen Euro belastet. Durch die Freisetzung risikogewichteter Aktiva im dritten Quartal ergebe sich aber insgesamt ein weitgehend neutraler Nettokapitaleffekt, teilte die Commerzbank mit. (DJN) 

Bildquelle: iStockphoto