Crédit Agricole hat offenbar Interesse an der Commerzbank

ERM
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09. Oktober 2017

Die französische Großbank Crédit Agricole will ihre Präsenz auf dem deutschen Markt deutlich stärken. Wie ihr Vorstandschef Philippe Brassac in einem Interview mit dem Handelsblatt sagte, würde sein Haus die Option, sollte die Commerzbank tatsächlich zum Verkauf stehen, "als eines der bedeutendsten Institute in der Euro-Zone sicher analysieren". In Deutschland fehlt den Franzosen bislang das Privatkundengeschäft, während sie in Frankreich und Italien als Universalbank für Unternehmen und Privatkunden tätig ist. Es wäre schön, wenn die Bank den deutschen Kunden ein ähnlich komplettes Angebot machen könnte, sagte Brassac. Zwar habe die Bank in ihrer Strategieplanung bis 2019 festgelegt, sich auf das organische Wachstum zu konzentrieren. "Aber das heißt nicht, dass wir uns interessante Möglichkeiten nicht anschauen werden" – wie zum Beispiel die Commerzbank.

Zuletzt gab es Spekulationen, dass sich die Bundesregierung von ihrem rund 15-prozentigen Anteil an der Commerzbank trennen und eine Übernahme durch eine europäische Großbank unterstützen könnte. Als mögliche Interessenten galten bislang die italienische Unicredit und die französische BNP Paribas. (DJN)

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