Deutsche Bank verbesserte ihr Risikoprofil

ERM
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29. Dezember 2016

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Kernkapitalanforderungen für die Deutsche Bank für das kommende Jahr gesenkt. Laut einer Mitteilung von Deutschlands größter Bank liegt die Mindestanforderung an das Kernkapital (CET-1) für 2017 bei 9,51 Prozent. Für dieses Jahr lag die vergleichbare Zielvorgabe noch bei 10,76 Prozent auf Basis der Basel-3-Übergangsregeln. Per Ende September kam die Deutsche Bank bereits auf eine Kapitalquote von 12,58 Prozent.

Der SREP (Supervisory Review and Evaluation Process) ist ein regelmäßiger Prüfprozess der bei der EZB angesiedelten Bankenaufsicht für die individuellen Eigenkapitalanforderungen großer Banken, bei dem das tatsächliche Risikoprofil mit den vom Institut ergriffenen Vorkehrungen zur Risikobegrenzung verglichen wird. Die Aufsichtsbehörden versuchen seit der Finanzkrise 2008/2009, die Banken weltweit sicherer zu machen und zu verhindern, dass Institute erneut mit öffentlichen Geldern gerettet werden müssen. Dazu soll zum einen die allgemeine Ausstattung mit Eigenkapital bis 2019 schrittweise erhöht werden. Zusätzlich formuliert die EZB als direkte Aufsichtsbehörde der so genannten Significant Institutions individuelle Eigenkapitalanforderungen. Sie ergeben sich aus dem regelmäßigen Prüfprozess. (DJN)

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