EU genehmigt Beihilfe für zyprische CCB

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20. Juni 2018
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Von Nektaria Stamouli

Die zyprische Regierung darf der Cyprus Cooperative Bank (CCB) Hilfen von 3,5 Mrd. Euro zukommen lassen. Die EU-Kommission genehmigte im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften die Maßnahmen, die die Liquidation der zweitgrößten Bank des Landes nach innerstaatlichem Recht erleichtern. Der Plan umfasst neben der Finanzspritze den Verkauf einiger Aktiva und Einlagen der Bank an die ebenfalls zyprische Hellenic Bank. Die Kommission sei zu dem Schluss gekommen, dass die zyprischen Unterstützungsmaßnahmen als staatliche Beihilfen mit den EU-Beihilfevorschriften vereinbar sind.

Zypern wollte die zweitgrößte Bank des Landes 2014 ursprünglich restrukturieren. Es sei der Regierung aber nicht gelungen, aus dem "riesigen Bestand notleidender Kredite große Mengen an Geld einzutreiben, was zum Teil auf eigenes Versagen in der Unternehmensführung der CCB und zum Teil auf Hindernisse im zyprischen Rechtsrahmen für die Abwicklung notleidender Kredite zurückzuführen ist", so die Kommission. Durch die Transaktion würden faule Kredite in Höhe von rund 6 Mrd. Euro aus dem zyprischen Bankensektor entfernt, was zur Erholung der Branche beitrage, schrieb die Kommission weiter.

Die Liquidation der CCB ist Teil einer kürzlich von der zyprischen Regierung verkündeten Drei-Säulen-Strategie zur beschleunigten Reduzierung des Bestands an notleidenden Krediten in dem Land. (DJN) 

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