Fed gestaltet Stresstests diesmal noch strenger

ERM
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02. Februar 2018
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Von Ryan Tracy

Die US-Notenbank will ihre Stresstests für Banken im laufenden Jahr verschärfen. Diesmal sollen stärkere Wirtschaftsabschwünge simuliert werden als noch 2017.

Das jüngste, sehr negative Szenario geht von einer Arbeitslosenquote von 10 Prozent aus sowie extremen Turbulenzen für Kreditnehmer und Häuslebauer auf den Kreditmärkten. Zudem legt die Fed schwere Verwerfungen in den Schwellenländern Asiens und Japan zugrunde.

Großbanken müssen der Fed zeigen, dass sie unter den Negativszenarien über ausreichend Kapitalpolster verfügen, um weiter Kredite vergeben zu können. Wenn sie durchfallen, drohen ihnen Auflagen bei Dividendenausschüttungen. Mehrere Finanzkonzerne müssen sich das erste Mal der gesamten Testprozedur unterziehen, darunter die US-Töchter von Barclays, Credit Suisse und UBS. 

Die Unterlagen für die Tests müssen im April eingereicht werden. Die Ergebnisse gibt die Fed dann bis Ende Juni bekannt. Die Fed bestätigte, dass das Testszenario für 2018 einen schlimmeren Abschwung für die US-Wirtschaft als im vergangenen Jahr vorsehe. Das entspreche dem eigenen Ansatz, jetzt besonders strenge Testbedingungen anzuwenden, wo die Wirtschaft so robust laufe. (DJN) 

 

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