Gleiche Deckung für bestehende und neue NPL

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12. Juli 2018
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erklärt, wie sie ihre Aufsicht im Umgang mit notleidenden Krediten (Non-performing Loans, NPL) im Euroraum umsetzen will. Sie will die Widerstandsfähigkeit des Bankensystems im Euro-Währungsgebiet insgesamt stärken und dazu einen einheitlichen Rahmen für den Umgang mit NPL und eine angemessene Risikovorsorge für NPL-Altbestände durchsetzen. Ihr Ansatz folgt auf die Strategien der Banken zum Abbau fauler Kredite und die Ergänzung zur Risikovorsorge für neue NPL.

Die aufsichtlichen Erwartungen sollen von der EZB-Bankenaufsicht im Dialog mit den einzelnen Banken festlegt werden, basierend auf einem Benchmarking vergleichbarer Banken und orientiert an den aktuellen NPL-Quoten und den wesentlichen finanziellen Merkmalen der einzelnen Banken, heißt es in der EZB-Mitteilung. Das Ziel bestehe darin, weitere Fortschritte beim Abbau von Altlasten im Euroraum sicherzustellen und mittelfristig dieselbe Deckung für Bestands- wie neue NPL zu erreichen. 

Der neue Beschluss ist nicht der erste Schritt, den die EZB gegen die hohe Zahl fauler Kredite im Euroraum unternimmt. Mit den bisherigen Maßnahmen sank die NPL-Quote der bedeutenden Institute von 8 Prozent im Jahr 2014 auf 4,9 Prozent im vierten Quartal 2017. Gemessen an internationalen Maßstäben ist der aktuelle Gesamtbestand an NPL aber immer noch zu hoch, so die EZB. 

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