HSBC stärkt Frankreich als neues Zentrum in Europa

ERM
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09. August 2018
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Von Olivia Bugault

Die britische Großbank HSBC verlagert weitere europäische Geschäfte von London nach Paris. Grund für die Entscheidung sei vor allem die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Ausstieg Großbritanniens aus der EU, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Mittwoch zu Dow Jones Newswires.

Die französische Tochter der Bank teilte mit, sie habe zum 1. August die HSBC Polska Bank SA und die HSBC Institutional Trust Services (Ireland) DAC übernommen. Die Übernahme von sieben weiteren europäischen Niederlassungen, die derzeit der Londoner Muttergesellschaft HSBC Bank plc angegliedert sind, solle im ersten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Die Niederlassungen befinden sich in Belgien, Tschechien, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden und Spanien.

In der Mitteilung wurde der bevorstehende Brexit nicht explizit erwähnt. "Da der politische und regulatorische Wandel in Europa anhält, ist es wichtig, dass die HSBC ihr Geschäft so organisiert, dass dessen gesamteuropäische Ausrichtung für die Kunden unterstützt wird", teilte die Bank mit. Damit wird die Position Frankreichs als neues Zentrum der HSBC-Aktivitäten in Europa gestärkt. 2017 hatte die Bank bereits angekündigt, 1.000 Arbeitsplätze nach Frankreich zu verlagern. Laut dem Insider könnte sich diese Zahl noch ändern, denn die Bank bereite sich auf mehrere Brexit-Szenarien vor. (DJN) 

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