HSH baut Kreditrisiken ab

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27. Januar 2017

Die HSH Nordbank hat ein Kreditportfolio in Höhe von 1,64 Mrd. € verkauft und damit ihre Bilanz um weitere Altlasten bereinigt. Veräußert worden seien Flugzeugfinanzierungen mit einem Volumen von rund 800 Mio. € (Exposure at Default, EaD) sowie kleinteilige Kredite für Gewerbeimmobilien mit einem Volumen von rund 540 Mio. € EaD, teilte die Bank mit. Beide Bereiche gehörten nicht zum Kerngeschäft der HSH Nordbank.

Käufer des Aviation-Portfolios sei die australische Investmentbank Macquarie, die Immobilienkredite würden von der Bank of America Merrill Lynch erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, wie die HSH weiter mitteilte. Die Altlasten stammten aus der Zeit bis 2009 und seien durch die Garantie der Länder aus demselben Jahr verlustseitig abgedeckt. Mit der Transaktion sinke die Non Performing Exposure (NPE)-Quote der Bank um rund 1,3 Prozentpunkte. Per 30. September 2016 lag sie bei 17 Prozent. Die CET1-Quote verbessere sich ebenfalls minimal. Die tief in die Bredouille geratene HSH, die den Bundesländern Hamburg und Schleswig-Holstein gehört und 2009 nach Finanzkrise und Fehlspekulationen mit staatlichen Beihilfen und Garantien gerettet werden musste, muss nach Vorgabe der EU-Kommission bis Ende Februar 2018 privatisiert werden. 

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