Interne Modelle: EZB veröffentlicht Kapitel zu Risikoarten

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07. September 2018
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im Rahmen eines Konsultationsverfahrens die drei risikoartenspezifischen Kapitel ihres Leitfadens zu internen Modellen veröffentlicht. Zweck dieser Kapitel, die sich mit dem Kreditrisiko, dem Marktrisiko sowie dem Kontrahentenrisiko befassen, ist es, einen gemeinsamen und einheitlichen Ansatz hinsichtlich der relevantesten Aspekte der geltenden Aufsichtsanforderungen an interne Modelle für direkt von der EZB beaufsichtigte Banken sicherzustellen.

Im Nachgang zu der am 28. März 2018 eingeleiteten Konsultation zu dem allgemeinen (d. h. nicht risikospezifischen) Themenkapitel des Leitfadens wird in den risikoartenspezifischen Kapiteln nun der Schwerpunkt darauf gelegt, transparent zu zeigen, wie die EZB die geltenden Aufsichtsanforderungen bezüglich der Verwendung interner Modelle für die Berechnung der Eigenmittelanforderungen mit Blick auf das Kreditrisiko, Marktrisiko und Kontrahentenrisiko versteht. Der Leitfaden wurde in enger Zusammenarbeit mit den nationalen zuständigen Behörden erstellt und stützt sich auf die Erfahrungen, die 2017 und 2018 bei den im Rahmen des Projekts zur gezielten Überprüfung interner Modelle (Targeted Review of Internal Models – TRIM) durchgeführten Vor-Ort-Prüfungen gesammelt wurden. Des Weiteren sind die Rückmeldungen der Institute zu einer am 28. Februar 2017 veröffentlichten ersten Fassung des Leitfadens mit eingeflossen. 

Die Konsultation zum Leitfaden ist aktiv und endet am 7. November 2018. Der Leitfaden sowie eine Zusammenstellung von Fragen und Antworten sind auf der Website der EZB zur Bankenaufsicht zu finden. Am 17. Oktober wird die EZB im Rahmen der Konsultation eine öffentliche Anhörung durchführen. (Textquelle: Deutsche Bundesbank) 

Bildquelle: ©Steve Debenport | istockphoto.com