IOSCO veröffentlicht Empfehlungen zum Liquiditätsrisikomanagement für Fonds

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07. Juli 2017
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Von Redaktion RISIKO MANAGER

Die Internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) stellt aktuell ihre Empfehlungen für das Liquiditätsrisikomanagement für kollektive Kapitalanlagen zur Konsultation. Diese sind Teil der Strategie zum Schutz der Anleger und zur Abschwächung des Systemrisikos in den globalen Finanzmärkten. Das Konsultationspapier berücksichtigt dabei die Strukturanfälligkeiten im Zusammenhang mit Vermögensverwaltungsaktivitäten. Um ihre Empfehlungen zu ergänzen, hat die IOSCO darüber hinaus praktische Informationen, Beispiele und bewährte Praktiken für das offene Fonds-Liquiditätsrisikomanagement zeitgleich veröffentlicht.

Das Konsultationspapier baut auf den Leitlinien auf, die im IOSCO-Bericht 2013 „Grundsätze des Liquiditätsrisikomanagement für kollektive Kapitalanlagen (GUS)“ festgelegt sind. Zudem befasst es sich mit den strukturellen Schwachstellen, die das Financial Stability Board (FSB) hinsichtlich des Risikos in der Asset Management-Branche identifiziert hat. Das FSB forderte die IOSCO schließlich auf, Empfehlungen bezüglich der Nichtübereinstimmung zwischen Fondsinvestitionen und Rücknahmenbedingungen für offene Fonds vorzulegen.

Zu den Themen des Konsultationspapiers gehören die Offenlegung für Anleger, die Angleichung zwischen Vermögensbestand und Rücknahmebedingungen, die Verfügbarkeit und die Wirksamkeit von Liquiditätsrisikomanagementinstrumenten sowie die Festlegung von Stresstests. Es soll sowohl Regulatoren, Investoren und die Industrie unterstützen. Für Regulierungsbehörden kann das Papier als Referenzbuch dienen. Für die Industrie sollen die enthaltenen Beispiele aufzeigen, wo, wann und wie bestimmte Instrumente des Liquiditätsrisikomanagements in der Vergangenheit verwendet wurden und wie sie in der Zukunft Anwendung finden können.

 

Artikelbild: ©Ellica_S - istockphoto