Leitfaden für eine vernünftige Risikokultur

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05. Mai 2014

Mit der Risikokultur in Finanzinstituten setzt sich ein Leitfaden auseinander, den der Finanzstabilitätsrat FSB veröffentlicht hat. Demnach waren Defizite in der Risikokultur nicht nur eine der Ursachen der globalen Finanzkrise, sondern hatten auch weitere Missstände zur Folge.

KÖLN, 5.5.2014. Mit der Risikokultur in Finanzinstituten setzt sich ein Leitfaden auseinander, den der Finanzstabilitätsrat FSB veröffentlicht hat. Demnach waren Defizite in der Risikokultur nicht nur eine der Ursachen der globalen Finanzkrise, sondern hatten auch weitere Missstände zur Folge.

Angesichts dessen betont das FSB, wie wichtig eine vernünftige Risikokultur für die Entscheidungen der Banken und das Verhalten ihrer Mitarbeiter sind. Fundamentale Elemente einer angemessenen Risikokultur in Banken seien eine effektive Risiko-Governance, ein effektives Risikoappetit-Rahmenwerk und eine Vergütungspraxis, die eine angemessene Risikobereitschaft fördert. Das Papier gibt Aufsehern Maßstäbe an die Hand, anhand deren sie sich ein aussagekräftiges Bild über die gelebte Risikokultur eines Unternehmens machen und auf deren Einrichtung hinwirken können. Indikatoren für eine vernünftige Risikokultur sind dem Leitfaden zufolge beispielsweise der ?Tone from the Top?, dass also das Verhalten der Geschäftsleitung das von ihr festgesetzte Wertesystem und die Risikokultur wiederspiegelt, die ?Accountability?, das heißt, dass die Mitarbeiter ihre Tätigkeit an dem Wertesystem ausrichten und für dessen Einhaltung verantwortlich sind, eine offene und unvoreingenommene Kommunikation im Unternehmen, die konstruktive Kritik fördert, sowie finanzielle und nicht-finanzielle Anreize, die die gewünschte Risikobereitschaft tragen und damit das Wertesystem und die Risikokultur des Unternehmens unterstützen.
 

 

 

 

Textquelle: BaFin-Journal Mai (2014)
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