Risikominimierung durch Derivate

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08. November 2017
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Redaktion RISIKO MANAGER

Derivatebasierte Investmentstrategien liefern einen Mehrwert sowohl für die Renditeoptimierung als auch für die Risikominimierung im Asset Management institutioneller Investoren. Einer Untersuchung der Union Investment zufolge, konnte die risikoadjustierte Rendite bei Investmentfonds um 0,42 Prozent gesteigert werden, bei gleichzeitiger Reduzierung des systematischen Risikos um 13 Prozent. Bei der Risikooptimierung leisten Derivate demnach einen Mehrwert – der bei Investmentfonds bis zu zwei Prozent pro Jahr betragen kann. Grundsätzlich stehen hierfür beim Derivateeinsatz verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Sie reichen von der Vereinnahmung alternativer Risikoprämien –etwa aus Volatilität und Liquidität – über Arbitrage bis hin zu Timing-Ansätzen.

Inzwischen greifen 60 Prozent der Großanleger in Deutschland bei der Kapitalanlage auf Derivate zurück. Am häufigsten kommen dabei Swaps (80 Prozent) zum Einsatz, gefolgt von Optionen (62 Prozent), Futures (48 Prozent) und Forwards (46 Prozent). Die Anwendung von Derivaten im Risikomanagement zielt dabei vor allem auf die Absicherung von Marktrisiken ab. Insbesondere Zinsänderungs- und Währungsrisiken werden von mehr als der Hälfte der Derivatenutzer abgesichert. Zudem sind die Erfahrungen der Anleger, die Derivate im Rahmen ihrer Kapitalanlage nutzen, überwiegend positiv. Dies gilt sowohl mit Blick auf die Risikoabsicherung als auch hinsichtlich der Renditeoptimierung.

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