Risikovorsorge sinkt bei der Helaba

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24. August 2017

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat im ersten Halbjahr weiter unter dem Umfeld anhaltend niedriger Zinsen gelitten und weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Im laufenden Jahr rechnet die Bank unverändert mit einem spürbaren Ergebnisrückgang. Angesichts der Herausforderungen für die Branche sei die Helaba mit dem Ergebnis des ersten Halbjahrs 2017 zufrieden, sagt Vorstandschef Herbert Hans Grüntker. Vor Steuern verdiente die Landesbank mit 238 Mio. € 14,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn sank in den sechs Monaten um 18,5 Prozent auf 150 Mio. €. Der Zinsüberschuss ging von Januar bis Juni wegen der anhaltenden Null- bzw. Negativzinsphase um 11,3 Prozent auf 542 Mio. € zurück, wie die Landesbank mit Sitz in Frankfurt mitteilt. Dank einer guten Portfolioqualität sei der Risikovorsorgebedarf aber deutlich gesunken, sodass der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge leicht stieg. Der Provisionsüberschuss legte um 4,7 Prozent auf 180 Mio. € zu. Dabei entwickelten sich die Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehr und dem Außenhandelsgeschäft der Helaba und der Frankfurter Sparkasse sowie aus dem Asset Management der Helaba Invest positiv. Im Handelsgeschäft profitierte die Bank wie schon im ersten Quartal von niedrigeren Bewertungsabschlägen bei Derivaten infolge der gestiegenen langfristigen Zinsen. Sie erzielte einen Handelsgewinn von 168 Mio. €, nachdem sie Vorjahreszeitraum noch einen Handelsverlust von 13 Mio. € geschrieben hatte. Die harte Kernkapitalquote (CET 1) verbesserte sich zum Stichtag 30. Juni unter Vollumsetzung von Basel 3 ("fully-loaded") auf 14,9 Prozent. Ende März lag sie noch bei 14,1 Prozent (DJN).

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