Water Summit: WWF warnt Finanzwirtschaft vor Wasserrisiken

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18. November 2019
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Weltwirtschaft wird nicht nur von der Digitalisierung, von den Negativzinsen und vom wachsenden Wettbewerbsdruck herausgefordert. Für Unternehmen weltweit, auch in Deutschland, wird in Zeiten der Klimakrise auch das Naturelement Wasser zunehmend zum ökonomischen Risiko.

amit steigen auch die Gefahren für den Finanzmarkt, Banken, Versicherer, Pensionskassen und private Anleger. Das zeigt ein am Montag auf dem „Water Summit 2019“ vorgestellter Report der Umweltschutzorganisation WWF (World Wide Fund For Nature). Die Finanzwelt müsse schon aus purem Eigennutz handeln. Es reiche nicht, nur bestehende Risiken auf dem Schirm zu haben. Von den Unternehmen müsse auch aktive Risikominimierung eingefordert werden, teilte der WWF mit.

„Unternehmen, die ihre klima- und wasserbezogenen Risiken in ihren Produktions- und Lieferketten nicht transparent darlegen und Strategien dagegen entwickeln, sind mit Vorsicht zu genießen, wenn es um Investments, Kredite und Anlagen geht“, erklärte Matthias Kopp, Leiter Sustainable Finance vom WWF Deutschland und Mitglied des Beirats der Bundesregierung für Sustainable Finance. „Die Finanzwirtschaft kann durch ihre Investments und Kreditentscheidungen den Weg in eine 1,5 Grad-kompatible Realwirtschaft beschleunigen oder ausbremsen. Damit bestimmt sie letztlich selbst, wie hoch das eigene Risiko für klima- und wasserbezogene Wertverluste in naher Zukunft ausfällt“, so Kopp.

Den nötigen Rahmen für nachhaltige Finanzmarktentscheidungen müsse die Politik setzen: „Deutschland braucht ein Finanzsystem der Zukunft, das mit Blick auf Risiken wie Chancen viel stärker als bisher auch Klima- und Umweltaspekte berücksichtigt. Die Bundesregierung sollte diese Aspekte in allen anhängigen Vorhaben berücksichtigen, im Klimaschutzpaket ist das verpasst worden“, betonte Kopp. Auf europäischer Ebene liefen bereits Prozesse, welche die Mitarbeit und Umsetzung in den Mitgliedsstaaten erfordern, wie etwa der EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums, der mit der neuen Kommission noch mehr an Bedeutung gewinnen werde. „Wer einen Green Deal für Europa ausruft, braucht dafür den europäischen Finanzmarkt umfassend auf Kurs“, so Kopp an die Adresse der künftigen EU-Kommission. (ud)

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