Wirecard verdrängt Commerzbank aus dem DAX

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06. September 2018
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Redaktion RISIKO MANAGER

Die Tage der Commerzbank-Aktie im DAX sind gezählt. Was sich im Vorfeld in Indexszenarien bereits abzeichnete ist nun Realität: Die Deutsche Börse hat am Mittwochabend den Abstieg des DAX-Urgesteins aus dem deutschen Leitindex besiegelt. Nachrücken wird die Aktie des Bezahldienstleisters Wirecard. Das Unternehmen erfüllt die Qualifikationskriterien Marktkapitalisierung und Liquidität in der maßgeblichen Rangliste per Ende August so deutlich, dass es sogar für einen außerplanmäßigen sogenannten Fast Entry in die erste Börsenliga gereicht hätte. Dieser war im Rahmen der planmäßigen Überprüfung der Indexzusammensetzungen zum September-Termin aber nicht einmal nötig.

Zugleich gab die Deutsche Börse die Neuzusammensetzungen von MDAX, SDAX und TecDAX bekannt. Weil es nun auch ein Doppel-Listing für Technologieaktien gibt, umfasst der MDAX nun 60 statt 50 Werte und der SDAX 70 statt 50. Die Idee hatte der Börsenbetreiber wegen der zunehmenden Bedeutung des Technologiesegments bereits im Frühjahr auf den Weg gebracht, nun wird sie Realität. 13 TecDAX-Werte werden nun parallel auch im MDAX geführt, 16 im SDAX. Dazu kommen mit Deutsche Telekom, Infineon, SAP und Wirecard vier Titel, die dem TecDAX und dem DAX angehören.

Mit SLM Solutions muss ein Titel den TecDAX verlassen, ohne es zumindest noch in den SDAX zu schaffen. Auch nicht mehr in den erweiterten MDAX geschafft haben es Ceconomy, Ströer, Leoni, Talanx und Jungheinrich. Für sie geht es in den SDAX. (DJN) 

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