Zurück zur alten DWS

ERM
-
07. Dezember 2017
-
Von Matthias Goldschmidt

Die künftig eigenständig agierende Vermögensverwaltung der Deutschen Bank will zwar auch durch Zukäufe wachsen, große Übernahmen strebt die Deutsche Asset Management aber nicht an. "Wir haben keine Pläne für transformatorische Deals, wir schauen uns nach ergänzenden Zukäufen um", sagte Nicolas Moreau, Chef der Deutschen Asset Management und Vorstandsmitglied der Deutschen Bank. Die Bank wird ihr Asset Management bis zum Jahr 2019 an die Börse bringen und sich im Verlauf dieses Prozesses von einem Minderheitsanteil trennen. Die Vermögensverwaltung, die künftig weitgehend eigenständig unter der bislang vor allem in Deutschland bekannten Marke DWS agieren und dementsprechend auch ihren Namen ändern wird, peilt mittelfristig ein jährliches Wachstum der Assets under Management von 3 bis 5 Prozent an. Derzeit liegt das verwaltete Vermögen rund 700 Mrd. Euro.

Größtenteils soll das angestrebte Wachstum organisch gestemmt werden, zumal die Preise für Zukäufe derzeit recht hoch sind. "Ich werde nicht mit dem Scheckbuch um die Welt ziehen", sagte Moreau. Beim Personal soll sich im Zuge der Verselbstständigung nicht viel ändern. Es gebe „keine Pläne für deutliche Kürzungen der Belegschaft", sagte der Manager. Die Deutsche Asset Management beschäftigt rund 3.800 Mitarbeiter, davon etwa 900 Investment-Manager. (DJN)

 

Artikelbild: ©Ben Conlan - iStockphoto.com