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Betrug und illegale Bankgeschäfte bei Moneypay-Europe


KÖLN, 29.5.2008. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Anlegergeldern im Millionenbereich gegen Verantwortliche der Internetbank Moneypay-Europe wegen Betruges und illegaler Bankgeschäfte. Über die mittlerweile abgeschaltete Internet-Seite Moneypay-Europe.com wurden zahlreiche Anleger durch versprochene Traumrenditen dazu verleitet, dem Hintermann Sven Schalbe Gelder zur Verfügung zu stellen. Schalbe hatte sich als Experte im Devisenhandel ausgegeben und Anlegern Traumrenditen von bis zu 1 % täglich (!) versprochen. Mehrere tausend Anleger nahmen diese Versprechen zum Anlass, Gelder bei Moneypay-Europe einzuzahlen. Anfängliche Buchgewinne veranlassten viele Anleger dazu, nachträglich ihre Einlage aufzustocken und zum Teil erhebliche Beträge bei Moneypay-Europe einzuzahlen. Die Anlegergelder sind nach derzeitigem Kenntnisstand verloren, der maßgebliche Drahtzieher Sven Schalbe soll untergetaucht sein. Rechtsanwälte prüfen derzeit für geschädigte Anleger Schadensersatzansprüche gegen die unmittelbar Verantwortlichen von Moneypay-Europe und analysieren, inwieweit Ansprüche gegen die Bankenaufsicht geltend gemacht werden können.

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