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Einführung des Trennbankensystems beschlossen
Der Bundestag hat die umstrittenen Regelungen des Trennbankengesetzes zeitlich gestreckt und will so den betroffenen Banken länger die Gelegenheit geben, sich auf eine Abspaltung riskanter Geschäfte e
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Bestimmung des Loss Given Default unter Basel III

Von Johannes Wernz


Fortgeschrittene Verfahren zur Bewertung von Sicherheiten

 

KÖLN, 5.6.2012. Die risikogerechte Bepreisung von Krediten (risikoadjustiertes Pricing) wird immer verbreiteter und relevanter. Zusätzlich steht Basel III vor der Tür – für viele Institute wird Eigenkapital zum knappen Gut. Präzisere Schätzverfahren können den Instituten jedoch helfen. Diese Verfahren erlauben es den Häusern auf der einen Seite, ihr Risiko besser einzuschätzen und damit zu bepreisen, auf der anderen Seite werden diese präziseren Schätzungen auch durch eine Eigenkapitalersparnis belohnt. Der vorliegende Artikel diskutiert Verfahren zur Bestimmung des Risikoparameters LGD (Loss Given Default) für die Immobilienfinanzierung. Der Risikoparameter LGD ist von zentraler Bedeutung, da er Preis und Kapital beeinflusst.

Bewertung von Sicherheiten und Erlösquotenschätzer für die Immobilien-finanzierung
Der Wert der Sicherheiten beeinflusst maßgeblich den Betrag, den das Institut beim Ausfall von Kreditnehmern verliert. Der korrespondierende Parameter LGD (Loss Given Default) bestimmt den Preis von Krediten mit, denn die beiden Parameter Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD) und LGD fließen als Risikokosten in den Zinssatz ein und bestimmen den Margenanteil innerhalb des Zinssatzes. Außerdem sind die beiden Parameter auch ausschlaggebend für das Risikokapital, das ein Institut für seine Kredite unterlegen muss. Es ist für die meisten Finanzierungen (gerade auch für Immobilienfinanzierungen) sinnvoll, Erlösquotenschätzer für die Bestimmung des LGD zu verwenden. Erlösquotenschätzer beinhalten als zentrales Element den Zeitwert (Marktwert) der Sicherheit, hier der Immobilie. Hierbei sind insbesondere die folgenden Faktoren relevant:

• Objekttyp differenziert anhand der Kategorien: Einfamilienhaus (EFH), Mehrfamilienhaus (MFH) und Wohnung.

• Lage des Objekts, differenziert anhand der Kategorien: Urbane Boomregion, urbane Region, urbane Problemregion, Einzugsgebiet urbane Boomregion, Einzugsgebiet urbane Region, Brennpunkt-Einzugsgebiet, boomendes Mittelzentrum, Mittelzentrum, Problemregion Mittelzentrum, boomende ländliche Gegend und/oder Ferienregion, ländliche Region, strukturschwache und schließlich strukturschwächste Region.

• Infrastrukturgrößen, wie Öffentlicher Verkehr, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Arztdichte usw.

• Ausstattung des Objekts,  differenziert anhand der Kategorien: Standard, gehobener Standard, unterer Standard und Nischengeschmack (Sauna, besonders große Terrasse…) kategorisiert werden.

• Größe des Objekts, Grundstücksgröße Quadratmeterpreis des Grundstücks: Diese Faktoren sind natürlich ebenfalls von großer Bedeutung.

 

[ … ]

 

[Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Fachzeitschrift RISIKO MANAGER 12/2012. Die Ausgabe ist ab 8. Juni 2012 lieferbar und kann auch einzeln bezogen werden.]


Autor:

Dr. Johannes Wernz ist Fachberater Risikomanagement bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall. 

 

 

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