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Der internationale Währungsfonds (IWF) hat vor den Risiken hoher Staatsschulden in Industrieländern gewarnt. Entwickelte Länder müssten langfristige Reformen einleiten, um ihre Verschuldung in den kom
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Immobilienverband wehrt sich gegen CRD IV-Entwurf
Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA warnt davor, Kredite, die mit Gewerbeimmobilien besichert werden, erhöhten Eigenkapitalanforderungen zu unterwerfen. Das sieht aber eine geplante Änderung der Eig
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ApoBank arbeitet an Risikoimmunisierung der Finanzinstrumente
Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (ApoBank) arbeitet weiter mit Hochdruck an der Reduzierung ihrer Risiken und will den 2009 eingeschlagenen Umbau konsequent fortsetzen. Eine Arbeitsgruppe zur Ris
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Risikoforschung: Finanzkrise erfordert mehr Risikomanagement

Redaktion RISIKO MANAGER


KÖLN, 18.2.2009. Wie konnte es zur aktuellen Finanzkrise kommen? Prof. Dr. Thorsten Schmidt, Inhaber der Professur Finanzmathematik an der TU Chemnitz, hat sich diese Frage in Rahmen eines groß angelegten Forschungsprojekts vorgelegt und ist überzeugt, dass eine konsequente Anwendung von Finanzmathematik und Statistik vielfach Verluste hätte vermeiden können. Als zwei wesentliche Ursachen für die derzeitige Situation sieht er zum einen mangelnde Daten für die Bewertung zentraler Finanzinstrumente und zum anderen die Komplexität der gehandelten Produkte. Ein Risikomangement solcher Produkte sei nicht unmöglich. Eine zentrale Rolle spielen dabei so genannte CDOs (Collateralized Debt Obligations), die auf einem Pool von Krediten basieren. Die Komplexität dieser Finanzinstrumente macht Risikoabschätzungen schwierig und die kurze Existenz führt außerdem noch zu starken Schwankungen in der Bewertung. Neben der Zuverlässigkeitsprüfung von Ratings muss das Risikomanagement der Banken in dieser Hinsicht verbessert und die Qualität von verwendeten Informationen (gerade etwa Ratings) zwingend berücksichtigt werden, so die Empfehlung von Prof. Schmidt. "Die Schlussfolgerung aus der Krise muss verbessertes Risikomanagement sein", so Schmidt. Zur Veranschaulichung zitiert er eine Analogie seines amerikanischen Kollegen Steven Shreve von der Carnegie Mellon University. Dieser verglich die aktuellen Geschehnisse auf dem Finanzmarkt mit dem Zusammenbruch einer Brücke: "Because this bridge will be rebuilt, the way out of our present dilemma is not to blame the quants. We must instead hire good ones - and listen to them.” Nach dem Zusammenbruch sei es widersinnig, die Architektur zu verdammen und die Brücke durch langsamere, weniger effiziente Fähren zu ersetzen. Vielmehr sollte sie verbessert wieder aufgebaut werden. Als Konsequenz sieht Schmidt, dass "Finanzmathematiker durch die Finanzkrise nicht aus ihren Jobs verdrängt werden, sondern vermehrt gesucht und gebraucht werden." Es sei dabei nicht nur wichtig, dass sich die Absolventen seines Studiengangs in den Bereichen Finanzmathematik, Statistik sowie Wirtschaftswissenschaften bestens auskennen. Dem Aspekt der Kommunikation und Interaktion komme ebenfalls eine hohe Bedeutung zu.

 

Neuer Risikomanagement-Studiengang an der Uni Stuttgart - 23-03-09 09:32
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