Marktrisiko

Basel III soll auch für die Amerikaner gelten
EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will die Geldinstitute künftig regelmäßig testen lassen und zeigt wenig Verständnis für die sich häufenden Klagen der Geldbranche über zu hohe finanzielle Lasten
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Basel III wird teuer
Der Bankenverband rechnet bei der vom Baseler Ausschuss geplanten Verschuldungsobergrenze für Deutschland mit einem zusätzlichen Kapitalbedarf von 36 Mrd. EUR. Dies würde einen Abbau an Krediten in Hö
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Basel III unmittelbar vor Verabschiedung
Nach der Finanzkrise müssen sich Banken weltweit auf deutlich strengere Eigenkapital-Vorschriften einstellen. Der zuständige Ausschuss für die als Basel III bekannten Regeln, vertreten durch Aufsichts
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Risikostrategie: Thesaurierung statt Boni

Von Redaktion RISIKO MANAGER

KÖLN, 5.2.2010. Bundesbank-Vorstand Hans-Helmut Kotz hat an die Banken appelliert, ihre Gewinne nicht als Boni oder Dividenden auszuschütten. "Alles was in Richtung Ausschüttung geht, mithin nicht der Stärkung der Eigenkapitalbasis dient, passt nicht in das zu erwartende Umfeld", sagte Kotz gegenüber der Presse. Es passe nicht, weil es nicht der Finanzstabilität diene. "Gerade nach dieser beispiellosen Krise müssen die Banken ihre Gewinne dazu nutzen, sich wetterfest zu machen", forderte Kotz. Der 52-Jährige leitet das Ressort Finanzmarktstabilität der Bundesbank und den Finanzmarktausschuss der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Auf den Milliardengewinn der Deutschen Bank angesprochen sagte Kotz, die Bundesbank störe sich nicht an auskömmlichen Gewinnen. "Das gilt vor allem, wenn sie aus Leistungen erwachsen, die den Kunden dienen. Nur Kreditinstitute mit angemessenen Erträgen können die Wirtschaft ordentlich finanzieren." Kotz wandte sich aber gegen zu hohe Ziele: "Banken, die Renditen nach Steuern im deutlich zweistelligen Bereich anstreben, müssen mehr Schulden machen und höhere Risiken eingehen. Das geht im Mittel und auf Dauer nicht gut." Derzeit profitierten die Banken besonders von den Stützungsmaßnahmen der Regierungen und den bewusst niedrig gehaltenen Leitzinsen. Kotz kritisierte, dass aus den Banken Widerstand gegen neue Regeln für die Finanzmärkte komme. "Die Frage nach weniger Regulierung führt in die falsche Richtung. Es geht um ein angemessenes, Stabilität gewährendes, konsistentes und wirksames Regelwerk."

 

 

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