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Basel III unmittelbar vor Verabschiedung
Nach der Finanzkrise müssen sich Banken weltweit auf deutlich strengere Eigenkapital-Vorschriften einstellen. Der zuständige Ausschuss für die als Basel III bekannten Regeln, vertreten durch Aufsichts
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Lebensversicherer mit negativem Ausblick

Von Redaktion RISIKO MANAGER


KÖLN, 9.3.2010. Laut einer von Fitch Ratings veröffentlichten Studie bleibt der Ausblick für die deutsche Lebensversicherungssparte trotz deutlich verbesserter Finanzergebnisse 2009 weiter negativ, d.h die Ratingagentur rechnet in der Tendenz der nächsten 12 bis 18 Monate insgesamt mit mehr Ratingherabstufungen als -heraufstufungen oder -bestätigungen. „Der negative Ausblick spiegelt Unsicherheiten bezüglich der Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung sowie die Gefahr von Rückschlägen an den internationalen Kapitalmärkten wider,“ sagt Tim Ockenga, Senior Director im Versicherungsbereich bei Fitch Ratings. Darüber hinaus sieht Fitch das derzeitige Niedrigzinsumfeld im Hinblick auf die vergebenen Garantien in den Lebensversicherungsverträgen in Höhe von durchschnittlich 3,4 % als größte Herausforderung der Branche an.

Das sehr starke Einmalbeitragswachstum von schätzungsweise rund 45 % (2008: 4,2%) war 2009 nach vorläufigen Branchenzahlen für den ebenfalls starken Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge um ca. 5 % (2008: 1,2 %) verantwortlich. Da dieses Wachstum nach Ansicht von Fitch zum Großteil auf eher kurzfristige Kapitalisierungsgeschäfte zurückzuführen ist, dürfte in Zukunft die Prämienentwicklung einzelner Gesellschaften und der Branche insgesamt wesentlich volatiler ausfallen. Ein nicht nachhaltiges Prämienwachstum könnte auch die Schwankung der Kapitalanlagevolumina erhöhen. Dieser Effekt könnte durch hohe Stornoquoten zusätzlich verstärkt werden. Für 2009 erwartet Fitch, dass die Stornoquote auf ca. 6,3 % (2008: 5,5 %) angestiegen ist. Damit leiden nach Ansicht der Agentur viele deutsche Lebensversicherer weiter unter einer strukturellen Neugeschäftsschwäche.  

Ferner machen hohe reguläre Bestandsabläufe in den kommenden Jahren ein umsichtiges Cash-Flow- und Liquiditätsmanagement noch notwendiger. Als Folge der aufgezeigten Entwicklungen gehen die Analysten davon aus, dass Differenzierung und Konsolidierung in der Branche, ähnlich wie in den Jahren 2002/03 nach der letzten Börsenkrise, weiter zunehmen werden. Fitch beurteilt positiv, dass die deutschen Lebensversicherer 2009 in erheblichem Ausmaß von der Erholung an den internationalen Kapitalmärkten profitiert haben. Neben einem Anstieg der Nettoverzinsung auf leicht über 4 % (2008: 3,4 %) erwartet Fitch deutlich angestiegene ausgewiesene Bewertungsreserven in Höhe von über 2,5 % der Kapitalanlagen (2008: 1,5 %). Allerdings weist die Agentur darauf hin, dass ein Großteil der positiven Bewertungsreserven auf das gegenwärtige Niedrigzinsumfeld zurückzuführen ist. Würden Lebensversicherer Anleihen verkaufen, um zinsinduzierte Bewertungsgewinne in festverzinslichen Papieren zu realisieren, um Verluste aus anderen Anlageklassen auszugleichen, sähe dies Fitch vor dem Hintergrund niedriger Wiederanlagezinsen als negativ an.

Als Folge des Niedrigzinsumfeldes hat sich die Allokation der Kapitalanlagen erheblich verändert. So haben die Investitionen in höherverzinsliche Unternehmens- und Staatsanleihenanleihen mit erhöhter Laufzeit erheblich zugenommen. Fitch erwartet, dass dieser Trend auch in Zukunft anhalten wird. Die Agentur schätzt, dass 2009 Investitionen in Unternehmensanleihen (ohne Finanzinstitute) und Staatsanleihen (ohne Deutschland) mehr als verdoppelt wurden. Als Folge dieser Veränderungen erwartet Fitch einen relativ günstigen Wideranlagekupon in Höhe von ca. 4,3 % für die Branche, etwas über der gegenwärtigen laufenden Überschussbeteiligung von 4,2 %.

 

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