Basel III soll auch für die Amerikaner gelten
Basel III wird teuer
Basel III unmittelbar vor Verabschiedung
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NEW YORK, 11.3.2010. Die Rolle des Dollar als weltweit dominierende Reservewährung ist nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) infolge der Finanzkrise nicht in Gefahr. Allerdings dürften die USA dies nicht für selbstverständlich halten, warnte S&P in einer aktuellen Studie. Sollte die US-Regierung nicht das massive Haushaltsdefizit und die Staatsschulden verringern, könnten ausländische Investoren ihre Dollar-Bestände reduzieren, was der Wirtschaft schaden und damit das 'AAA'-Rating der USA gefährden würde. Die US-Regierung besitze zwar noch nicht den Willen, ihre Verschuldung zu reduzieren, "aber ich glaube das kommt noch", sagte John Chambers, Vorsitzender des S&P's Sovereign Ratings Committee.
Der Budgetplan für das laufende Jahr sei enttäuschend, nach den Kongresswahlen in diesem Jahr dürfte aber "ein robusterer Konsolidierungsplan" vorgestellt werden, erwartet Chambers. Der Dollar dominiere weiter die globalen Devisenmärkte, stellte S&P im Weiteren fest. Der Dollar-Anteil an den Währungstransaktionen ist seit der Entstehung des Euro nur leicht gesunken, auf 86 % im Herbst 2009 von 90 % im Jahr 2001. Im Außenhandel spielt die US-Währung nicht nur bei den Ein- und Ausfuhren der USA eine Rolle, auch in Asien, Australien und Lateinamerika wird ein Großteil des Handels in Dollar abgerechnet. Innerhalb des Euroraums wird der Dollar zwar nur selten genutzt, der EU-Außenhandel mit den USA wird jedoch fast ausschließlich in der US-Währung abgewickelt.
Wie die Ratingagentur weiter ausführte, befinden sich rund 65 % der US-Banknoten - rund 580 Mrd. USD - außerhalb der USA im Umlauf, vor allem in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten und in Lateinamerika. Dagegen seien nur rund 13 % der Euro-Banknoten außerhalb der Eurozone im Verkehr. Auch die Zentralbanken vertrauten weiter auf den Dollar, erklärte S&P weiter. Der Dollar-Anteil an den Fremdwährungsreserven der ausländischen Notenbanken habe sich im dritten Quartal 2009 auf robuste 62 % belaufen. Dies sei zwar weniger als die im Jahr 2001 verzeichneten 72 %, aber auch mehr als im Jahr 1991 (54 %) oder 1987 (58 %).
Die Finanzkrise dürfte S&P zufolge nichts an dem robusten Dollar-Anteil an den Devisenreserven der Notenbanken ändern. Allerdings sei möglich, dass der Dollar-Anteil zu Gunsten des Euro leicht sinke. Dank der wichtigen Rolle des Dollar in der Weltwirtschaft haben die USA einen leichten Zugang zur Finanzierung am Kapitalmarkt. "Wenn der Dollar nicht diese Rolle besitzen würde, hätten die USA unseres Erachtens keinen so leicht Zugang zur externer Finanzierung, die Zinsen würden steigen und eine höhere Sparquote im Lande nach sich ziehen, und das Potenzialwachstum würde sinken", erklärte S&P. Die USA sind der Ratingagentur zufolge weiterhin die größte Volkswirtschaft der Welt und besitzen einen tiefen und liquiden Kapitalmarkt. Im Vergleich zum Euro werde der Dollar jedoch "von der Regierung eines einzigen und einheitlichen Staates" unterstützt.