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Basel III soll auch für die Amerikaner gelten
EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will die Geldinstitute künftig regelmäßig testen lassen und zeigt wenig Verständnis für die sich häufenden Klagen der Geldbranche über zu hohe finanzielle Lasten
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Basel III wird teuer
Der Bankenverband rechnet bei der vom Baseler Ausschuss geplanten Verschuldungsobergrenze für Deutschland mit einem zusätzlichen Kapitalbedarf von 36 Mrd. EUR. Dies würde einen Abbau an Krediten in Hö
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Basel III unmittelbar vor Verabschiedung
Nach der Finanzkrise müssen sich Banken weltweit auf deutlich strengere Eigenkapital-Vorschriften einstellen. Der zuständige Ausschuss für die als Basel III bekannten Regeln, vertreten durch Aufsichts
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Studie: Unzureichendes Risikomanagement in der öffentlichen Beschaffung


Hi, KÖLN, 11.3.2010. Die Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern der öffentlichen Hand ist wenig transparent. Laut einer Umfrage des Informationsdienstleisters D&B Deutschland bemängeln Experten aus Wissenschaft und öffentlicher Beschaffung insbesondere den unzureichenden Einblick in die Auswahlgrundlage der freihändigen Auftragsvergabe. Die Mehrzahl der Experten sieht Handlungsbedarf, das Risikomanagement beim Einkauf der öffentlichen Hand zu verbessern.

Fünf von sechs Experten äußerten sich kritisch über die derzeit mangelhafte Transparenz bei der Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern durch freihändige Vergabe. Im Rahmen des Konjunkturpakets II wurde allgemein größere Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Aufträge gefordert. Um die Konjunkturhilfen schneller zur Wirkung zu bringen, wurden Entscheidungswege verkürzt und insbesondere die Grenzen für die sogenannte "freihändige Vergabe", sprich die Auftragserteilung ohne vorherige öffentliche Ausschreibung mit transparentem  Bieterverfahren, deutlich angehoben. Bis zu 100.000 Euro können so jetzt ohne Bieterwettbewerb beauftragt werden.

Damit steigt jedoch auch die Gefahr, dass öffentliche Stellen Gelder vorschnell und ohne ausreichende Risikoprüfung vergeben. Hinsichtlich Betrug und Vorteilsname sehen die Experten jedoch geringen Handlungsbedarf. Hier sind entsprechende Strukturen und Prozesse ausreichend etabliert. Hohes Risikopotenzial sehen sie jedoch durch die erhebliche Zunahme von Lieferantenausfällen infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise. Nach dem Anstieg auf rund 35.000 Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2009 erwartet D&B einen weiteren Anstieg für 2010. Das bedeutet, in Deutschland gehen mehr Unternehmen in die Pleite oder stehen kurz davor. Die Mehrzahl der Experten sieht an dieser Stelle einen eindeutigen Handlungsbedarf der öffentlichen Hand, hier ein Risikomanagement zu etablieren bzw. es zu verbessern. So beurteilten 90 Prozent der Befragten die Qualität des derzeitigen Risikomanagements der öffentlichen Beschaffung als zu niedrig. Positiv bewerteten sie hingegen den Ansatz, Erfahrungen der Wirtschaft in die Entwicklung des Lieferantenrisikomanagements und der Risikoprophylaxe in die öffentliche Beschaffung einzubringen.

Im strategischen Einkauf vieler Unternehmen hat das Risikomanagement in den letzten Jahren seinen festen Platz eingenommen. Viele Unternehmen arbeiten gerade unter den Bedingungen der Finanzkrise daran, dies weiter zu professionalisieren. Diese Erfahrungen können helfen, die Beschaffungsstrategien der öffentlichen Hand im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld transparenter, nachhaltiger und erfolgreicher zu gestalten.

 

 

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