IWF warnt vor Risiken aus Staatsverschuldung
Immobilienverband wehrt sich gegen CRD IV-Entwurf
|
|
|
KÖLN, 19.7.2010 (DJN). Die von der Bundesregierung geplante Bankenabgabe wird nach Ansicht der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) für sich allein gesehen die Bonität der deutschen Banken nicht sofort belasten. Allerdings könnte die Bankenabgabe eine zusätzliche dauerhafte Belastung für die deutschen Banken darstellen und die Rückzahlung von Staatshilfen bzw die Stärkung des Eigenkapitals erschweren, warnte S&P. Mit der Bankenabgabe soll die Restrukturierung und ordentliche Abwicklung einer systemisch bedeutenden Bank finanziert werden, um bei zukünftigen Krisen dies nicht mehr aus Steuergeldern finanzieren zu müssen.
Sorgen bereitet der Ratingagentur dabei der Vorschlag, dass auf deutsche Finanzinstitute Sonderzahlungen hinzukommen könnten, falls die durch die Bankenabgabe erzielten Erlöse nicht ausreichen. Der Entwurf sehe vor, dass diese Sonderzahlung der Summe entspricht, die eine Bank in den vorangegangenen drei Jahren gezahlt habe. Sollte dies der Fall sein, müsse S&P die Auswirkungen auf die Finanzprofile der einzelnen Banken überprüfen. Werde der Entwurf zur Bankenabgabe Realität, würden laut S&P Großbanken mit einem starken Investmentbanking-Geschäft und einem relativ starken Nicht-Privatkundengeschäft von der Abgabe stärker belastet werden als Volksbanken und Sparkassen.