Systemrisiko: "Versager" sollen abgewickelt werden
Schweiz wartet mit neuer Bankregulierung auf Basel III
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KÖLN, 19.7.2010 (DJN). Die europäischen Kreditmärkte stehen wieder einmal ganz im Zeichen der Haushaltskrisen in Europa. Die mit Spannung erwartete Veröffentlichung der Ergebnisse der Belastungstests für Europas Banken tritt damit etwas in den Hintergrund. Themen zu Wochenbeginn sind dabei die Herabstufung Irlands und die Unterbrechung der Gespräche zwischen dem IWF und Ungarn. Der Credit Default Swap (CDS) für irische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren weitet sich daraufhin um 12,5 Basispunkte (Bp) aus, der für die ungarischen Pendants hingegen um 35 Bp. Diese unterschiedliche Marktreaktion spiegelt nach Einschätzung von Beobachtern dann auch die Bedeutung der beiden Ereignisse korrekt wieder.
"Moody's hat zwar das Rating von Irland auf 'Aa2' von 'Aa1' gesenkt, der Ausblick ist allerdings stabil. Deshalb würde ich dies nicht als dramatisch bezeichnen", sagt Philip Gisdakis, Kreditanalyst beim UniCredit. Noch dazu habe Moody's mit der Herabstufung lediglich nachgezogen, auch bei Fitch und S&P sei der Ausblick nunmehr stabil. Anders die Einschätzung der Unterbrechung der Gespräche zwischen Ungarn und dem IWF, die sich laut Stefan Kolek, ebenfalls Kreditanalyst beim UniCredit, nicht auf eine am BIP gemessenes Quote für das Haushaltsdefizit des Landes einigen konnten. "Die ungarische Regierung war offenbar nicht bereit, dies den Wählern zuzumuten und hat den Austeritätsmaßnahmen Grenzen gesetzt", so Kolek. Gleichzeitig dürften die Geldgeber ihre Glaubwürdigkeit jedoch nicht durch entsprechende Zugeständnisse aufs Spiel setzen. Dies sorge für die Furcht, dass das Verhalten Schule machen könnte.