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Systemische Risiken dank Konjunkturerholung weiter gesunken

Von Hans Bentzien

WASHINGTON, 26.1.2010 (DJN). Die Stabilität des globalen Finanzsystems hat sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter verbessert. In aktuellen Finanzstabilitätsbericht kommt der IWF zu dem Ergebnis, dass sich die systemischen Risiken im Zuge der Konjunkturerholung und wegen anhaltender öffentlicher Unterstützungsmaßnahmen weiter verringert haben. "Trotz der Verbesserungen bleibt die Finanzstabilität in vielen Industrie- und in einigen hart getroffenen Schwellenländern fragil", heißt es in dem Bericht aber auch. Oberste Priorität habe die Stabilisierung dieser Bankensysteme, damit auf diese Weise der Kreditkanal normalisiert werden könne.

Ein Stabilitätsrisiko stellt aus Sicht des IWF dar, dass viele finanzielle Risiken in Staatshaushalte verlagert wurden, wobei die gestiegenen öffentlichen Schulden zu den Stabilitätsrisiken beitrügen und den Prozess des "Ausstiegs" komplizieren könnten. Als Stabilitätsrisiko nennt die in Washington ansässige Organisation zudem die zunehmenden Kapitalzuflüsse in einige Schwellenländer, die Sorgen hinsichtlich Vermögenswertpreisen und Wechselkursen aufkommen ließen. "Die Politiker in diesen Ländern müssen den Ausstieg aus ihren Stützungsmaßnahmen möglicherweise eher vollziehen, um den Risiken für die Finanzstabilität zu begegnen", warnte der IWF. Ziel aller Länder muss es laut IWF letztlich sein, ihre Stützungsmaßnahmen einzustellen. Erreicht werden müsse ein Finanzsystem, das sowohl mehr Sicherheit biete als auch ausreichend dynamisch sei, um nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen. Als größte Herausforderung betrachtet der IWF die Gesundung des Bankensystems bzw. generell der Kreditvergabe. Aus diesem Grund müsse der "Entschuldungsprozess" im Bankensystem geordnet ablaufen und dürfe nicht die Erholung behindern. Der Prozess der Verlustabsorbtion laufe noch und sei von Kapitalerhöhungen begleitet. Eine neue Prognose der zu erwartenden Abschreibungen will der IWF erst im Rahmen seines im April 2010 anstehenden Finanzstabilitätsberichts veröffentlichen.

 

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